Eingabegeräte
1.2 Eingabegeräte
Die Computerindustrie bezeichnet Tastatur, Maus, Joystick, Gamepad, Trackball und Digitalisierbrett gerne als "Benutzerschnittstelle". Was unter konsequenter Anwendung von Murphys Computergesetzen eigentlich nichts anderes bedeutet, als dass sich der Benutzer geschnitten hat, wenn ermeint, er könne mit einem dieser Geräte vernünftig arbeiten.
Während eine Tastatur dazu gemacht wurde, mit unlogischen Cursorbewegungen aus unübersichtlichen Menüs schwer verständliche Befehle auszuwählen, die besser per Maus angewählt werden, diesen Maus, Joystick, Gamepad, Trackball und Digitalisierbrett dazu, mit unlogischen Maus-, Gamepad-, Trackball-, Joystick- und Digitalisierstiftbewegungen aus unübersichtlichen Menüs schwer verständliche Befehle auszuwählen, die besser per Tastatur angewählt werden und dabei Satz, Inhalt, Subjekt und Objekt durch so lange und komplizierte Satzkonstruktionen durcheinander zu würfeln, bis es Autor, Lektor, Leser und Textverarbeitungsprogramm schwindelig wird.
Wirklich zukunftsorientierte Computerbesitzer verwenden deshalb Spracheingabegeräte. Erst mit diesen ist es möglich, die höchste Stufe des Missverstehens zwischen Computer und Bediener zu erreichen.
Die grundlegende Tastaturerkenntnis
Deine Tastatur hat immer eine Taste weniger, als dein bevorzugtes Programm unterstützt.
Deine Tastatur hat immer eine Taste zu viel, die kaputt gehen kann und wird
Die grundlegende Mauserkenntnis über die Kompatibilität
Kaufst du dir eine Drei-Tasten-Maus, wirst du dein Leben lang kein Programm finden, dass diese dritte Taste unterstützt. In dem Moment, wo du auf eine Zwei-Tasten-Maus umsteigst, wirst du vorwiegend mit einem Programm arbeiten müssen, das die dritte Taste sinnvoll einsetzt.
Die Rädchenerweiterung
Das Rädchen an deiner Maus funktioniert nur bei Anwendungen, die du nicht brauchst.
Die grundlegende Digitalisierbretterkenntnis
Egal, seit wann du dein Digitalisierbrett hast - die Folie über den wirkliche wichtigen Funktionen ist immer zerkratzt genug, um diese regelmäßig zu verwechseln.
Die grundlegende Barcodestift-Erkenntnis
Du wirst mit deinem Barcodestift alles Unwichtige fehlerfrei einlesen können, das Etikett deines Jacketts genauso wie den Pries der Frühstücksflocken. Nur an den Barcodes, die dein Programm ausgibt, wird er scheitern.
Die grundlegende Touchscreen-Erkenntnis
Ein Touchscreen-Treiber wird nur dann mit deinem System kompatibel sein, wenn du Monitor und Touchscreen über den Schreibtisch rollst.
Der Trackball/Maus-Unterschied
Du hast immer mehr Platz für eine Maus auf deinem Schreibtisch, als dass du die Unannehmlichkeiten eines Trackball-Einsatzes in Kauf nehmen würdest.
Du hast immer weniger Platz auf deinem Schreibtisch, als deine Maus braucht.
Der Trackball-Vorteil
Du wirst mit einem Trackball weniger Fehler machen als mit der Maus, da der Trackball-Treiber stets mangels Kompatibilität einen unbeweglichen Mauszeiger auf dem Bildschirm produziert.
Die grundlegende Systemsteuerungserkenntnis
Egal, wie du die Maus- und Tastatur-Parameter in der Windows-Systemsteuerung einstellst, sie sind zum Arbeiten stets unbrauchbar.
Konkretisierung der grundlegenden Systemsteuerungserkenntnis
Deine Mauszeigergeschwindigkeit ist zu hoch oder zu niedrig
Stimmt deine Mauszeigergeschwindigkeit, ist deine Doppelklickgeschwindigkeit zu hoch oder zu niedrig.
Ist deine Maus richtig eingestellt, ist deine Tastaturwiederholrate zu niedrig oder hochhhhhhhhhh.
Icon-Anwendung der grundlegenden Systemsteuerungserkenntnis
Wenn du zu schnell auf das Icon klickst, tut sich nichts, weil du zu schnell geklickt hast.
Wenn du zu langsam auf das Icon klickst, tut sich nichts, weil du zu langsam geklickt hast.
Wenn du nur einmal auf das Icon klickst, tut sich nichts, weil du nur einmal geklickt hast.
Wenn du in der richtigen Geschwindigkeit zweimal auf das Icon klickst, tut sich nichts, weil du nur einmal hättest klicken dürfen
Ansonsten tut sich nichts, weil Windows abgestürzt ist
Im Web tut sich nie was - ausser dem Ticken des Gebührenzählers
Das Wurstfinger-Phänomen
Tippst du zwei Tasten gleichzeitig, wird derjenige Buchstabe auf dem Monitor erscheinen, den du nicht tippen wolltest.
Gesetz der Pull-down-Menüs
Du klickst immer den Menüpunkt daneben an
Stehen zwei falsche Menüpunkte zur Auswahl, wird der Mauszeiger denjenigen aktivieren, dessen Auswirkungen am schwersten wiegen und bei dem die Herstellung des ursprünglichen Zustandes am meisten Zeit erfordert.
Gregors erster Seufzer
Es fällt immer die Taste aus, die am häufigsten benutzt wird. Also immer "E" oder die Leertaste, niemals jedoch die "Pause"- oder die "F-12"-Taste.
Die Return-Ergänzung zu Gregors erstem Seufzer
Wenn schon die Return-Taste ausfällt, dann ist es die auf der alphanumerischen Tastatur, niemals die auf dem Zahlenblock.
Ausnahme:
Wenn du überwiegend mit der Maus arbeitest und die Tastatur nur brauchst, um lange Zahlenkolonnen einzutippen, verhält es sich genau umgekehrt.
Gregors zweiter Seufzer
Es fällt an deiner Maus immer die rechte Taste aus.
Ergänzung zu Gregors zweitem Seufzer
Wenn du in der Systemsteuerung die Maustasten austauschst, wird die linke Taste ausfallen und die rechte wieder funktionieren.
Drei-Tasten-Maus-Verallgemeinerung von Gregors zweitem Seufzer
An einer Drei-Tasten-Maus wird niemals die mittlere Taste ausfallen.
Das Schnittstellenphänomen
Der Joystick steckt immer in der Schnittstelle, die der Treiber nicht anspricht.